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Demenz

Schwerbehinderung

Grad der Behinderung bei Demenz

Der Grad der Behinderung (GdB) wird durch das Versorgungsamt (= Amt für Familienförderung und Versorgung) festgestellt, soweit er nicht bereits anderweitig festgestellt wurde, z.B. durch Rentenbescheid oder durch eine Verwaltungs- oder Gerichtsentscheidung.

Abhängig vom GdB sind die Nachteilsausgleiche für Behinderte. Das Versorgungsamt richtet sich bei der Feststellung der Behinderung, des GdB und der Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises nach den „Versorgungsmedizinischen Grundsätzen“. Diese enthalten Anhaltswerte über die Höhe des Grads der Behinderung (GdB) bzw. des Grads der Schädigungsfolgen (GdS). Die „Versorgungsmedizinischen Grundsätze“ ersetzen seit 1.1.2009 die „Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht“ und können beim Bundesjustizministerium unter www.gesetze-im-internet.de/ versmedv/anlage_8.html eingesehen werden.

Bestimmend für die Beurteilung des GdB/GdS ist das Ausmaß der bleibenden Ausfallerscheinungen. Dabei sind der neurologische Befund, die Ausfallerscheinungen im psychischen Bereich unter Würdigung der prämorbiden Persönlichkeit und gegebenenfalls das Auftreten von zerebralen Anfällen zu beachten. Bei der Mannigfaltigkeit der Folgezustände von Hirnschädigungen kommen für die GdB/GdS-Beurteilung Sätze zwischen 20 und 100 in Betracht.

Grundsätze der Gesamtbewertung von von Hirnschäden:

GdB

Hirnschäden

30 bis 40

mit geringer Leistungsbeeinträchtigung

50 bis 60

mit mittelschwerer Leistungsbeeinträchtigung

70 bis 100

mit schwerer Leistungsbeeinträchtigung

GdB

Hirnschäden mit psychischen Störungen

30 bis 40

leicht (im Alltag sich gering auswirkend)

50 bis 60

mittelgradig (im Alltag sich deutlich auswirkend)

70 bis 100

schwer

GdB

Zentrale vegetative Störungen als Ausdruck eines Hirnschadens
(z.B. Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus)

30

leicht

40

mittelgradig

50

erhebliche Auswirkungen auf den Allgemeinzustand

GdB

Hirnschäden mit kognitiven Leistungsstörungen

30 bis 40

leicht

50 bis 80

mittelgradig (z.B. Aphasie mit deutlicher bis sehr ausgeprägter Kommunikationsstörung)

90 bis 100

schwer

Liegen mehrere Funktionsstörungen vor, so werden die einzelnen Werte nicht zusammengerechnet, sondern es werden die einzelnen Auswirkungen der Funktionsbeeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit betrachtet und daraus ein Gesamtgrad der Behinderung festgelegt, der der Behinderung insgesamt gerecht wird.